Montag, 26. Januar 2009

Nieveeee!



Wer glaubt, dass es in Spanien nie schneit hat sich gewaltig geschnitten.
Am 07.01.09 schneite es in San Sebastián genauso viel wie es normalerweise regnet, also eine Menge!
Meine nette Nachbarin, Señora Fernández, erzählte mir, dass wir unheimlich viel Glück hätten das mitzuerleben. Das letzte Mal hätte es vor 30 Jahren in San Sebastián geschneit.

Ich muss zugeben es war ein sehr seltsames Gefühl... Schnee, Strand und das in der kalten Luft dampfende Meer passen einfach nicht so wirklich zusammen.
Aber trotzdem habe ich mich unheimlich über den Schnee gefreut, da ich ihn in Altdorf leider knapp verpasst habe.
Es war sehr lustig mit anzusehen, wie die Menschen am Strand eine riesige Schneeballschlacht veranstaltet haben und sich ein Surfer, trotz Schnee und Nebel, nicht davon abbringen lies, sich in die Fluten zu stürzen... Leidenschaft oder Wahnsinn?!

Ich hab mich lieber fürs Schneemannbauen entschieden... :-)

Bilder: Nieveee

Mi Cumple - 05.01.09



Dieses Jahr feierte ich meinen Geburtstag zum ersten mal im Ausland ohne meine Freunde und ohne meine Familie.
Auch wenn ich euch alle vermisst habe, muss ich sagen, dass ihr ehrenvoll von Familia Miracruz und von meinen Freunden hier vertreten wurdet!
Ich hatte ein schönes Fest, mit Geburtstagskuchen und Geburtstagsflan (!), Geburtstagsmützchen, Trötchen, Geschenken und alles was dazugehört. :-)
Natürlich wurde rein und raus gefeiert, klar...

Überzeugt euch selbst:

Mein 22ter Geburtstag

Leider konnte ich aus technischen Gründen (...) nicht alle Bilder online stellen.
Der Rest kommt später noch dazu.

Sonntag, 18. Januar 2009

Fiesta Santo Tomás - 21.12.08


In Guipúzcoa fangen die Weihnachtsfeiertag schon am 21.12. an...


Es war ein wunderschöner, warmer Tag... fast wie im Frühling.
Aber es war kein normaler Tag... es war ein ganz besonderer Tag, den die Bewohner Donostis schon lange sehnsüchtig erwartet hatten.
"El dia de Santo Tomás", ein wichtiger Feiertag in Guipúzcoa und eines der größten Feste hier.

Schon eine Woche zuvor fingen die Spanier an die Stadt zu dekorieren und alles vorzubereiten, denn wenn's ums feiern geht sind auch sie ganz schnell!


Auf der "Plaza de la Constitucion" wurde ein traditioneller Markt mit Haustieren, baskischer Handwerkskunst, frisch geschlachtetem und zubereitetem Fleisch und viiiiiiiel Sidra (Apfelwein) aufgebaut.

Schon ab 10 Uhr in der Früh wurde es richtig voll in der Parte Vieja.
Ich habe in Sanse noch nie so viele Menschen auf einmal gesehen.
Viele waren als "caseros" oder "baserritarras" (Hauswirte) verkleidet:
Die Frauen trugen ein weißes Kopftuch, ein schlichtes blaues Kleid und ein weißes Halstuch mit blauen Punkten.
Die Männer eine typische schwarze Baskenmütze, ein weißes Hemd, schwarze Jacke, schwarze Hose und ein weiß-blau kariertes Halstuch.


Mitten auf dem Marktplatz lag der Höhepunkt des Tages: Das riesige Santo Tomás Schwein.
Wochen zuvor wurden wilde Spekulationen und Gerüchte über das Schwein in die unerfahrene Erasmuswelt gesetzt:

"Ich hab gehört es soll 700 kg wiegen!"
"Man hat mir erzählt es wird frei gelassen und durch die Straßen gejagt."
"Es wird mitten auf dem Marktplatz geschlachtet und auf den Grill gelegt!"

Nichts von alledem hat letztendlich gestimmt.
Es war zwar ein großes, dickes Schwein aber auch ein sehr armes, mit einem harten Schicksal vor sich.
Bei seinem Anblick wurde ich eher traurig als hungrig, aber für die Spanier war das ganz normal, sie freuten sich über das traditionelle Tagesgericht: Pincho o bocadillo de chistorra (baskische Wurst).


Es wurde bis in die Nacht hineingefeiert. So lange, dass ich nur noch mit Mühe und Not meinen Bus nach Madrid um 1.00 erwischt habe… Aber es ging ja noch einmal gut aus :-)


Bilder Fiesta Santo Tomás

Freitag, 5. Dezember 2008

"The Des(s)ert Trip" - 15.11.-16.11.2008

"In Nordspanien gibt es eine Wüste???"

"Jaaaa…"

"Las Bardenas Reales de Navarra"


Der Naturpark liegt im Südosten Navarras. Er hat eine Fläche von 42.500 ha und hat eine einzigartige, wüstenähnliche Landschaft.
Durch Wasser, Kalk und Lehm sind beeindruckende Formationen entstanden, die eine mondähnliche Landschaft mit Schluchten, Ebenen und vereinzelten Hügeln gebildet haben.

Ein Wüstenbewohner erzählte uns, dass in dieser Gegend einst Schmuggler und allerlei legendäre Personen lebten. Sie diente auch mehrfach als Location für Filmproduktionen, wie z.B. James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug.

Aber noch einmal ganz von vorne...

Ich weiss nicht mehr wer die Idee hatte, aber ich vermute mal sie entstand an einem ruhigen Chill-Abend mit einer Flasche Patxaran....
Jedenfalls fuhren wir um 1 Uhr in der Nacht nach Navarra, um dort in der Wüste zu grillen...
Einige werden sich denken, was für Verrückte... wir dachten uns VAAAMOOOS!!!!!!!

Mit ungelogen 40 Bocadillos (für die lange fahrt… klar…), Grillfleisch und dem guten Keler Bier sind wir gestartet.

Team Desert:

Ernesto


Rita

Anna


Kike


Maxime


Christian


Airi


Nach 4 Stunden Fahrt sind wir in der Wüste angekommen...
... ohne Vorwarnung standen wir plötzlich mitten im Nichts.

Nach weiterem sinnlosen rumkurven in der absoluten Dunkelheit (und einem nicht geplanten Besuch des

Militärgebiets...) war die Mehrheit dafür einfach irgendwo anzuhalten.
Unsere Barbacoa haben wir dann lieber auf den nächsten Tag verschoben, da es unglaublich kalt war...
Gemütlich wurde noch im Bus auf unsere spontane Fahrt angestoßen und "geschlafen" (so gut es in 7 auf den Fahrzeugboden ging...)

Am nächsten Morgen wurden wir von einer Herde Schafe aufgeweckt, die sich rings um unser Auto platziert hatte.
Fragt mich bitte nicht woher diese Schafe gekommen sind... das weiss bis heute kein Mensch...
Nach einem ausgewogenem Frühstück (Lammbraten... ;-) ) und einer wunderschönen Aussicht ging's weiter.
Immer tiefer und tiefer in die Wüste hinein.
Was es dort zu sehen gab war wirklich beeindruckend. Eine herrliche Landschaft mit vielen verschiedenen Felsformationen.


Gegen Nachmittag entdeckten wir das erste Anzeichen einer möglichen Zivilisation...
...ein kleines, nein das ist untertrieben... ein winziges Häuschen. Also eigentlich war es mehr ein kleiner Raum aus Stein mit einem Dach drauf.
Vor dem Haus saß ein alter Mann der uns fröhlich zu gewunken hat.
Schnell kamen wir mit ihm ins Gespräch... er heißt Juan, 70 Jahre alt und wohnt in Tuelda (kleineres Städtchen in Navarra). Die Wochenenden verbringt er in seinem kleinen Häuschen in der Wüste, um zu jagen und abzuschalten.
Schließlich lud er uns sogar zum Essen ein (zu diesem Zeitpunkt waren wir nur zu dritt, da der Rest weitergefahren ist um einen Grillplatz zu suchen).
Auf dem schlichten Holztisch stellte er uns Pimientos (Paprikaschoten) mit selbstgeschossener Wachtel vom Grill und herrlichen Wein hin. Sehr sehr lecker...

Nach dem harten Abschied von Juan ging's weiter durch die Wüste bis wir schließlich einen Grillplatz gefunden haben.
Endlich konnten wir die barbacoa machen!!!!

(Rita, Maxim und ich hatten eigentlich gar kein Hunger mehr... aber irgendwie geht immer noch was)

Als wir am Abend zurück ins schöne Baskenland gefahren sind waren unsere Bäuche dick und wir platt... aber glücklich :-)

Fotos Bardenas Reales de Navarra

Freitag, 7. November 2008

I know I know for sure - Life is beautiful around the world....

1. PRO France - Hossegor 27.09.2008
Competición Internacional de surf, etapa del Campeonato del Mundo

An einem frühen Septembermorgen machten sich 11 Surfbegeisterte auf den Weg nach Frankreich, zu der europäischen Surf-Hauptstadt Hossegor.
Jedes Jahr findet hier ein Surf Contest statt, der auch zu den Weltmeisterschaften gehört.

Wie bekommt man aber 11 Leute, vier boards und die unentbehrliche Tagesverpflegung, wie Bocadillos und Bier in zwei Autos?!
Dieses Problem war nicht einfach zu lösen, vor allem nicht an einem Samstag morgen...
Nach langem hin und her konnten wir schließlich alles unter Dach und Fach bringen, auch wenn der ein oder andere (d.h. Paul) nicht so ein gemütliches Plätzchen hatte ;)

Bepackt wie eine zehnköpfige Großfamilie, die in den Urlaub fährt rollten wir Richtung Frankreich. Nach knapp 2 Stunden kamen wir in Hossegor an, ein kleines Dörfchen von ca. 2000 Einwohnern. Umso beeindruckender war es, dass in diesem kleinen Dörfchen an diesem Wochenende, die Zahl der Touristen wahrscheinlich größer war als die der Einwohner.
Wohin das Auge reichte: Surfer, Zuschauer und Medienmenschen.
Wir suchten uns ein nettes Plätzchen und schauten den Profis neidisch zu.
Es war beeindruckend! Der achtfache Surfweltmeister Kelly Slater war auch dabei, wurde jedoch nicht erster, so wie alle erwartet hatten. Der Australier Adrian Buchan schlug seinen Konkurrenten in letzter Minute und gewann seinen ersten ASP World Tour Event Titel.
Darauf folgte die Siegerehrung. Wer aber glaubt, dass danach alles vorbei war, der täuscht sich gewaltig.
Die Afterparty, mit vielen Bars, Bühnen und einem wunderschönen Sonnenuntergang sorgten noch für eine super Stimmung.
So ließen wir den Abend in Hossegor gemütlich ausklingen.

Zum Schluss noch ein kleines Video
Video

...Hab ich aber leider nicht selbst gefilmt, dafür die Fotos selbst geschossen ;-)
Fotos-Hossegor


2. Excursión Monte Ulia 04.10.2008

Todesmutig entschieden Nanni, Svenja und ich an diesen Tag den Monte Ulia zu erklimmen. Aber natürlich wollten wir nicht den normalen Weg wie alle Anderen nehmen... wir suchten das Abenteuer! Wir wollten an den äußersten Punkt des Berges und entschieden uns für den nicht ganz ungefährlichen Weg entlang der Klippen.

Dapdadaaaa dapdadaa - dapdadaaaa dadadada
Wie Indiana Jones kämpften wir uns den Weg frei... Hohe Abzäunungen, fußbreite Wege, tiefe Felsspalten, wackelnde oder gar rollende Steine und Monsterinsekten, die uns den Weg versperrten...
Doch am Ende kamen wir an und die Mühe hatte sich gelohnt! Wir genossen eine einmalige Sicht auf die Bucht von San Sebastián, die Ruhe und das Geräusch der brechenden Wellen an den Klippen. Da wir nie ohne Proviant auf Exkursionen gehen (verständlich!!) waren wir auch diesmal bestens ausgestattet. Wir verbrachten ein Paar schöne Stunden in der Sonne und versuchten zwei Surfer, die auf unerklärliche Art und Weise auf offene See geraten waren zurück zulotsen.
Auf den Rückweg ging’s erstmal den Berg hinauf, zur Spitze vom Monte Ulia. Oben angekommen entdeckten wir Ruinen und eine Höhle. Nach einigen Fehlversuchen durch diese durch zu laufen (auf Grund von Dunkelheit und angeblichen Ratten) hatten wir genug von Abenteuer und machten uns wieder auf den Heimweg.

Fotos-Monte Ulia


3. Excursión Bilbao y Pamplona

Da gibt's nicht's spannendes zu erzählen... sightseeing, von Anfang bis Ende. Schaut euch einfach die Fotos an, ich geh jetzt schlafen. ;-)

Gute Nacht!

Fotos-Bilbao (Guggenheim)

Fotos-Pamplona



Sonntag, 26. Oktober 2008

27.10.2008 - Érase una vez...

So, wie und wo fange ich am besten an???

Bevor ich von meinem Leben hier berichte, will ich euch etwas über die Stadt erzählen. Als kleine Entschädigung für die schlechten Reiseführerqualitäten! @ Izzy, Lehmy, Basti und Jo :-P


San Sebastián, oder auch Donosti genannt (von Donostia), ist die Hauptstadt der Provinz Guipúzcoa und liegt im Baskenland (Bask.: Euskadi) im Nordosten Spaniens.
Sie liegt am Meer und ist nicht weit von der französischen Grenze entfernt (ca. 20km).
Die Stadt hat um die 180.000 Einwohner.

Das Klima ist maritim: Milde Winter und kühle Sommer.

Sanse hat drei Strände:

La Concha:


La Ondarreta:


und La Zurriola, der Surferstrand vor meiner Haustür:

:-)



An Bergen fehlt es hier auch nicht:


Monte Igeldo im Osten



Monte Urgull in der Mitte der Bucht


Und Monte Ulia im Westen



In der Mitte der Bucht befindet sich auch eine kleine Felseninsel, La Isla Santa Clara.

Es macht besonders viel Spaß im Neoprenanzug dorthin zu schwimmen ;-)



Die wichtigsten Stadtteile

  • Gros: mein Zuhause
  • La Parte Vieja: die Altstadt mit vielen kleinen Bars und Clubs
  • Egia: das typische baskische Viertel
  • El Centro: der Traum jeder Frau, mit unendlich vielen Einkaufsmöglichkeiten
  • El Antiguo: gehobenes Wohnviertel

Und fast hätt ich’s vergessen…

… der Fluss heißt wirklich Urumea!


Darf ich euch vorstellen: La Familia Miracruz!

  • Mi hermanitas Lena (links) y Nas (rechts)
  • Mi otra hermanita Danni
  • Y el papá Alfredo

Das sind die "locos" der Calle Miracruz!

Seit ende September sind wir schon eine kleine Familie… aber das war’s noch lange nicht, denn wie im Schwarzen Hahn gehen die Leute auch hier ein und aus.

Da wäre zum Beispiel noch die Familie von Mamá Olga, oder die netten Nachbarn von nebenan und und und.


Was treibt die Airi eigentlich den ganzen Tag in Sanse?

Ja, gute Frage…

…Ein Beispiel…

Typischer Tagesverlauf der "Familia Miracruz" (angenommen: „Uni - freier“ Tag Wochende):


Sei es nach einer langen Kneipen Tour, wie z.B. vom Leize Goria ins Molly, Exticalte und schließlich ins Be bop, oder nach einer Hausparty (Familia Miracruz gibt gerne große Hauspartys)... Regla n° 1: Der Tag beginnt frühstens um 2 Uhr.

Träge, mit Augenringen und einem mehr oder weniger großen Kater trödeln die Familienmitglieder nach und nach in die Küche ein.

Großes Schweigen… Morgens ist noch keiner richtig motiviert spanisch zu reden.

Der Anblick der Küche nach dem Vorabend lädt meistens nicht dazu ein so etwas wie „Frühstück“ zu sich zu nehmen… deshalb erstmal ein großes Glas Wasser.

Aus dem Flur kommt ein lautes „Caaaazzo!!!!“. Das war Nas.

Ein Rumpeln, schnelle Schritte, ein kurzes „Hoooola“ und Nasrin zieht an uns vorbei. Sie hat mal wieder verschlafen.

Langsam werden alle wach und es fallen die ersten Worte über den vorherigen Abend.
Der kleine Tisch auf der Terrasse wird gedeckt und ab und zu erbarmt sich sorgar jemand zum Bäcker zu laufen und frisches Brot und "Napolitanas" zu holen. Oft kommt auch der Andy, unser Fast-Mitbewohner aus der Familie von Mama Olga dazu.

Die Sonne scheint und die WG sitzt versammelt auf der Terrasse und frühstückt ausgiebig…
... sehr ausgiebig… denn irgendwie mag keiner mehr vom Frühstückstisch aufstehen; es ist einfach zu schön. Der Zug fährt vorbei, ein kleiner Tratsch mit der Nachbarin von oben und noch ein bisschen Kaffee…

So vertrödeln wir auch schon mal den ganzen Nachmittag auf der Terrasse. Wenn wir es aber doch mal schaffen aufzustehen, gehen wir meistens zum Strand (mit oder ohne Surfbrett) und legen dort noch mal eine kurze Siesta ein.

Gegen Abend kommt auch schon wieder unser erster Besucher. Der liebe Christian von gegenüber, der leider internetlos ist und bei uns immer in kleines Plätzchen zum e-mail schreiben findet.

Um 22.00 Uhr wird dann zusammen gekocht, meistens Pasta in allen Variationen.

23.00 Uhr: Die ersten Gäste treffen wieder ein und das ganze geht wieder von vorne los…


Ja, das Leben hier ist um einiges entspannter als in Deutschland. Dafür braucht man auch für einige Dinge fast dreimal so lang wie normal und das kann sogar mich manchmal nerven.

Aber ich glaube ich könnte mich daran gewöhnen!
Stellt euch schon mal auf eine noch verpeiltere Airi ein. ;-)


In diesem Sinne, bis bald!

AGUUUUUR


Eure Airi

P.S.: Hier hab ich noch was für euch


Der Sommer in Sanse (Bilder)

Dienstag, 7. Oktober 2008

6 de octubre 2008-10-06


¡Hola!

Unglaublich aber wahr, ich habe auch einen Blog!

Jetzt bin ich schon 1 ½ Monate in Spanien. Die Zeit vergeht wie im Flug... Ich habe schon einiges gesehnen und erlebt, aber meine Reiselust ist noch lange nicht aufgebraucht.
Spanien ist super! Die Menschen, die Kultur und die Mentalität sind trotz der geringen Distanz zu Deutschland ziemlich unterschiedlich.

Zur Verdeutlichung eine kleine Geschichte aus unserem Spanienurlaub:
Aline und ich, verloren in Madrid, fragen auf dem Heimweg (nach einer längeren Chupito-Nacht) einen älteren Mann nach dem Weg zum albergue juvenile (zu Deutsch: Jugendherberge).
Der Mann hat es aber mit seiner Hilfsbereitschaft etwas zu gut gemeint und packte Aline und mich, links und rechts, an den Händen und bestand darauf uns persönlich durch halb Madrid (händchenhaltend!!!) in die Jugendherberge zu begleiten. Das auch noch in einem ungewöhnlich schnellem Tempo, so dass es für uns ziemlich schwierig war mitzuhalten. Erbarmungslos wurden wir mitgeschleift... Es kam so wie es kommen musste: Aline blieb mit ihrem Flipflop hängen und verstauchte sich dabei ihren großen Zeh. (Die Schmerzen musste sie fast den ganzen Urlaub aushalten) Die verwunderten Blicke von entgegenkommenden Passanten haben wir soweit es ging ignoriert. Der Mann brachte uns sehr stolz bis vor die Haustür, in der wir so schnell wie möglich hineinhumpelten bevor der Mann noch fragen konnte, ob er uns womöglich noch ins Zimmer begleiten soll. Seit diesem Abend haben wir es vermieden Leute, ob jung oder alt, zu später Stunde nach dem Weg zu fragen.

Die Andalusientour mit meiner Kommilitonin und Trinkkompanin Lini hat mir viele Eindrücke von Südspanien verschafft. Ich hätte nicht gedacht, dass Süd- und Nordspanier so unterschiedlich sind.

Los Iparra Galdu“ (so werden die Bewohner Nordspaniens genannt) sind etwas verschlossen, aber total hilfsbereit, ehrlich, ziemlich heimatverbunden und rauchen zur jeder Tageszeit.

Los Chavallos del sur sind klein (!!!), gesellig, hemmungslos und total witzig.


Aber eins nach dem anderen…

… alles begann am 15. August 2008 als sich zwei Studentinnen der IFA Erlangen auf den langen und gefährlichen Weg nach Spanien machten.
Meine erste große Herausforderung war der turbulente Hinflug: Luftlöcher ohne Ende und ein anscheinend betrunkener oder suizidgefährdeter Pilot.
In Madrid angekommen packte uns die Verzweiflung, keiner verstand uns und wir sie auch nicht… Was nun?! Erst mal in die Jugendherberge und sich Madrid schön trinken…

Nach dem ersten, nicht so erfolgreichen Tag machten wir uns gleich auf Wohnungssuche, denn Aline hatte zu dieser Zeit noch kein Zimmer in Madrid.
Somit kam es auch schon zur zweiten großen Herausforderung: Telefonieren…
Nach vielen Fehlversuchen und peinlichen Situationen haben wir uns doch irgendwie durchbeißen können. Anzeige für Anzeige wurde abgehackt, doch das richtige war noch nicht dabei.
Zum Schluss waren wir aber doch erfolgreich. Ein schönes, günstiges Zimmer in einer 4er WG, was will man mehr.
Die dritte und auch größte Herausforderung: Das U-Bahnsystem in Madrid. Ich glaube alle die schon mal in Madrid waren wissen wovon ich spreche. Eine eigene Wissenschaft, die nur ganz Weise Madrileños durchblicken.
Und wenn dann auch noch angeborene Orientierungslosigkeit dazukommt… ohoh

Bilder Madrid:

http://picasaweb.google.de/txikiAiri/Madrid#5254833479078914738

Nach Zahlreichen Straßenfesten, Diskobesuchen und gechillten Abenden im Ritiro haben wir am 20. August unsere Rucksäcke gepackt und sind endlich nach Andalusien aufgebrochen. Die Reise begann sehr lustig und vor allem luxuriös mit Tuck-Keksen, Bier und Nordseememory.

Unser erstes Ziel: Sevilla
Hammer Stadt! Wunderschöne Gebäude, warmes Klima, leckeres Essen…

Sevilla:

http://picasaweb.google.de/txikiAiri/Sevilla#5254839603592780690

Wir ließen es uns dort 3 Tage richtig gut gehen, doch dann kam die böse Überraschung: Unsere Bankkarten funktionierten nicht mehr. Wie das?! Und was nun?! Wo ist unser Geld abgeblieben?? Zusammen konnten wir noch etwas Geld zusammenkratzen. Wir nahmen gleich den nächsten Zug und fuhren, mit Zwischenstopp in Cádiz, nach Tarifa. Dort hofften wir auf eine Deutsche Bank, aber leider waren wir nicht erfolgreich, keine Deutsche Bank in ganz Tarifa und weit und breit keine größere Stadt. Verzweifelt haben wir das Problem gepflegt auf „mañana por la mañana“ aufgeschoben und haben uns nicht aufhalten lassen die vielen kleinen Bars in der Stadt zu besuchen. Das war leider keine gute Idee, denn am nächsten Morgen wurden wir verkatert von den Putzfrauen aufgeweckt und unsanft aus den Zimmern gebeten. Mit den schweren Rucksäcken auf den Schultern standen wir nun vor dem Hostel. Eine Wahnsinns Hitze, fast kein Geld mehr und einen Kater vom feinsten. Was macht man in so einer Situation? Richtig, auf zum Strand!

Nach einer Erfrischung im Atlantik und einer kleinen Siesta beschlossen wir unsere Route zu ändern, in der Hoffnung eine Deutsche Bank zu finden. So fuhren wir nach Málaga und hofften dort auf mehr Glück. Völlig geldlos, erschöpft und ausgehungert (gut, ganz so dramatisch war’s nicht) kamen wir in Málaga an. Und, Oh Wunder! Eine Deutsche Bank! Und immerhin funktionierte hier eine Geldkarte, meine. Alines nicht, aber wir hatten zumindest wieder Geld.

Wir hatten Glück, denn in Málaga war zu dieser Zeit auch eine Art Oktoberfest, La Feria de Málaga. Ein riesiges Volksfest, mit viel Essen, unglaublich vielen Spielen und kleinen Hütten die zu Diskos umgebaut wurden.

Am 25. August feiert wir mit Spaniern und guten spanischen Rotwein am Strand in Alines Geburtstag rein… und da Lini ihren Geburtstag immer sehr ausgiebig feiert, feierten wir auch am nächsten Tag im Bus, der uns zurück nach Tarifa brachte und dort auch wieder raus.

Málaga:
http://picasaweb.google.de/txikiAiri/MLaga#


In Tarifa verbrachten wir die längste Zeit unseres Urlaubes.
Vom ersten Moment an haben wir uns beide in diese Stadt verliebt. Klein, mit vielen schönen alten Häuschen und Bars, wunderschöner Strand, total nette Leute, super Backpacker Hostel und Afrika gleich um die Ecke. Nur der Wind hat uns teilweise etwas zu schaffen gemacht, von wegen „Drei Wetter Taft“.

Aber Bilder sagen mehr als Worte:
http://picasaweb.google.de/txikiAiri/Tarifa#


Nach einer Woche Sonne, Strand und Mojitos hatten wir doch wieder den Drang was neues zu sehen, deshalb fuhren wir am 29. August nach Gibraltar (auf Lehmys Empfehlung – Muchas gracias!).
Es war schon ziemlich merkwürdig so ein „Little Britain“ mitten in Spanien.
Nach einer kleinen Shopping Tour haben wir Bekanntschaft mit einigen Äffchen gemacht.

Gibraltar:
http://picasaweb.google.de/txikiAiri/Gibraltar#

Am 30. August wollten wir dann langsam wieder Richtung Norden fahren. Geplant war Huelva. Aber es kam wie immer alles ganz anders…

Da die spanischen Zugverbindungen noch schlimmer sind als die der Deutschen Bahn mussten wir einen halben Tag am Bahnhof in Bobadilla (drei Häuser und Wüste) absitzen. Dadurch kamen wir in Zeitverzug und da wir schon am 2. August in Madrid sein mussten, hatten wir leider keine Zeit mehr.
Also machten wir einen Abstecher nach Córdoba, verbrachten dort noch mal zwei Tage und fuhren anschließend wieder zurück nach Madrid.

Córdoba:
http://picasaweb.google.de/txikiAiri/CRdoba#

Inzwischen bin ich in San Sebastián und mir geht's super!
Hab mich schon gut eingelebt und viele nette Leute kennengelernt.
Bald stell ich auch Bilder von Sanse und von meinen Freunden hier online... ich arbeite dran! ;-)

Hasta luego!!!

@iri